Wie schützt man sein Unternehmen vor Internetbetrug?

Wie schützt man sein Unternehmen vor Internetbetrug?
Photo by Glenn Carstens-Peters / Unsplash

Geschäfte online und im Internet zu tätigen, gewinnt immer mehr an Bedeutung - und das nicht nur im privaten Sektor, sondern auch im B2B-Geschäft.

Internetbetrug hat viele Facetten. In diesem Beitrag möchten wir insbesondere darauf eingehen, wie Sie prüfen können, ob Ihr Geschäftspartner am anderen Ende der Leitung auch real existiert und nicht ein erfundenes Unternehmen ist, welches an Ihr Geld will, ohne beabsichtigte Gegenleistung.

VAI Trade selbst, welche als digitale Plattform funktioniert, muss sich mit den Fragen eines so möglichen Betrugs auseinandersetzen, da wir im Zweifel nicht wissen, wer sich auf der Plattform anmeldet.

Um Betrug zu verhindern, überprüft VAI Trade sowohl die Kunden, die eine Einkaufslinie beantragen, als auch bei Rechnungseinreichung deren Lieferanten.

Hierzu führen wir einige Internet-Recherchen durch, um festzustellen, ob der digitale Geschäftskontakt eine seriöse Adresse ist.

Die Liste der Fragen, welche beantwortet werden, ist lang. Zu diesen gehören u.a.:

  • Ist das Unternehmen bei Google Maps zu finden?
  • Gibt es eine aktuelle Internetseite des Unternehmens?
  • Ist das Unternehmen auch bei anderen Social Media Kanälen wie z.B. Facebook, LinkedIn oder Instagram vertreten?
  • Ist das Unternehmen bei der Creditreform gelistet?
  • Wie sieht die E-Mail-Adresse aus? Ist hier z.B. die Domain mit dem Firmennamen identisch?

Auch bei größter Vorsicht ist es nicht auszuschließen, dass man Opfer krimineller Angriffe wird. Zusätzlich zu den bereits genannten Punkten, sollten Sie bei folgenden Auffälligkeiten von Onlineshops besondere Vorsicht walten lassen:

  • Auffällige Internet-Adresse: Wenn eine eigentlich bekannte Adresse Ungereimtheiten aufweist, kann das ein Warnzeichen sein. Dies wäre etwa eine Erweiterung der Adresse um weitere Domainendungen, wo eigentlich nur ein ".de" stehen müsste. Ein Beispiel dafür ist .de.com.
  • Als Zahlungsweise wird nur Vorkasse angeboten bzw. es werden zwar andere Zahlungsarten angeboten, der Bezahlvorgang ist aber am Ende nur mit Vorkasse möglich.
  • Auffallend günstige Preise können ebenfalls auf einen betrügerischen Shop hinweisen.
  • Falsche Gütesiegel: Fake-Shops schmücken sich gerne mit erfundenen Gütesiegeln oder sie nutzen echte Zertifikate wie etwa "Trusted Shops", ohne diese zu besitzen. Durch einen Klick auf das Siegel können Sie prüfen, ob dieses mit einem Zertifikat des Betreibers verlinkt ist. Ohne entsprechenden Link dürfte es sich um eine Fälschung handeln.
  • Auch Kundenbewertungen können gefälscht sein, insbesondere dann, wenn sich die positiven häufen, es jedoch auch einige schlechte Bewertungen gibt, die zudem auf einen Betrug hinweisen.
  • Betrüger nutzen auch frei erfundene oder von anderen Seiten kopierte Allgemeine Geschäftsbedingungen (kurz: AGB). Ein Erkennungszeichen dafür können in schlechtem Deutsch abgefasste AGB sein. Auch wenn die AGB ganz fehlen, sollten Sie lieber nichts bestellen.

Die Verbraucherzentrale bietet mittlerweile einen sogenannten Fake-Shop-Finder an - https://www.verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder - der anhand der URL den Shop auf Betrugsmerkmale überprüft.

Bitte denken Sie immer daran, dass man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Betrugsfälle nicht zu 100% ausschließen kann. Sollten Sie also dennoch einmal Opfer von Betrügern geworden sein, dann handeln Sie schnell, holen Sie sich Ihr Geld zurück und erstatten Sie bei den zuständigen Stellen Anzeige.